Gardasee: Schauderterrassen & Brasaschlucht

sl-klein    20.04.2015 - 23:36

Unser Traumziel ist immer wieder der Gardasee. Unsere Traumstrecke haben wir letztes Jahr entdeckt und sind diese mit unserem SLK 320 Bj. 2000 mit wachsender Begeisterung im Streckenverlauf gefahren. 
Wir sind die Westseite des Gardasees von Salo kommend bis nach Tignale gefahren und haben uns dann links Richtung Hochebene Tremosine gehalten, eine aus landschaftlicher Sicht sehr abwechslungsreiche Gegend. Das Panorama, das sich in Seenähe bietet ist unvergleichlich. Eine einzige Harmonie zwischen Bergen und See, da sich genau gegenüber von Tremosine der gewaltige Gebirgszug des Monte Baldo erstreckt. Auf der Hochebene muss man dann nach dem Schild Richtung Pieve Ausschau halten und wieder Richtung See fahren. In Pieve lockt die unglaubliche »Schauderterrasse« des Hotels Paradiso schwindelfreie Fahrer und Beifahrer zu einem Cappuccino oder einer Pizza über dem 400 Meter tiefen Abgrund – und es geht wirklich senkrecht nach unten (Brille festhalten). Und dann kommt das nächste Highlight. Von Pieve hinunter bis zum Gardasee durch die Brasaschlucht. Hier geht es in unzähligen Kurven, Kehren und extrem schmalen Straßenabschnitten spektakulär Richtung See. Aber Vorsicht: Hinter jeder Kurve lauert Gegenverkehr und dieser droht damit, dass man auf dieser Strecke an den engsten Stellen rückwärts fahren muss. Mit unserem kleinen, wendigen und zornigen SLK 320 kein Problem, aber die Schweißperlen standen uns mehr als einmal auf der Stirn! Die besondere Faszination dieser Strecke eröffnet sich einem nur im Cabrio mit geöffnetem Dach und in der Nebensaison. Letztes Jahr war die nach einem Erdrutsch seit mehreren Jahren gesperrte Strecke erstmalig wieder frei und wir konnten sie bereits Mitte Mai mit wenig Verkehr er“fahren“. Besonderer Tipp: Nach der Pizzeria und der hohen Brücke befindet sich auf der rechten Seite unterhalb des Bachlaufes ein Denkmal. Dies wurde anlässlich der tödlich verunglückten Arbeiter an der Straße errichtet. Man fährt dann durch einen sehr langen, schmalen und nicht beleuchteten Tunnel eine Möglichkeit, ein kurzes Auto kurzfristig abzustellen. Wir hatten Glück, konnten unseren SLK abstellen und sind dann die Strecke bis zum Denkmal zurück gelaufen. Man wundert sich, dass man da eben überhaupt durchgekommen ist. Vorsicht, es ist nass und schmierig durch das an den Tunnelwänden kondensierenden Wassers. Wer dann glaubt, er habe den schwierigsten Teil der Strecke geschafft, sei eines Besseren belehrt, denn jetzt folgen noch zahlreiche Tunnel, Kehren, extrem schmale Straßenabschnitte und spektakuläre Ausblicke (für den Beifahrer). Immer in der Hoffnung, es möge kein Gegenverkehr geben. Tipp: Vor engen Kurven zu Hupen kann nicht schaden! Diese Strecke ist nur für geübte Autofahrer zu empfehlen. Ist man unten am See wieder angekommen fühlt man sich erleichtert, möchte die Strecke aber noch einmal erleben – vielleicht dann als Beifahrer! Viel Spaß beim Nachfahren Oliver und Claudia (Beifahrerin) PS: Die Fotos können nur ansatzweise wiedergeben, wie spektakulär und einzigartig diese Strecke ist - und das muss man live er"fahren"!
 

ivobochev    21.04.2015 - 17:59

Unglaublich schöne Strecke, mit dem See!

Ich bin den Stelvio-Pass gefahren, das war auch sensationell, aber diese Strecke hier kann man echt auch machen!

Beste Grüße,
Ivo

Mercedes me Admin    28.04.2015 - 18:04

Das klingt wirklich nach einer tollen Route! Vielleicht hat diese genug Potenzial, um in den Mein Guide aufgenommen zu werden?

Michael Korn    21.12.2015 - 15:09

Ist wirklich schön da aber wer es etwas netter haben möchte http://www.iseosee-info.de/orte_am_iseosee_iseo.html ist quasi nebenan und es gibt ne schöne Bergstrecke nach Brescia.
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